Was passiert mit dem Islam in der Zukunft?

Was geschieht mit dem Islam?
Diese Frage stellt man sich angesichts der zunehmenden Radikalisierung dieser Religion. Die Antwort ist: der Islam kämpft einen Todeskampf. Es ist ein Kampf, den vor ihm das Christentum gekämpft hat, aber auf einem ganz anderen Niveau. Es ist der Kampf gegen den Liberalismus, der in den letzten beiden Jahrhunderten das Christentum gesellschaftlich an den Rand gedrängt hat, bis zur völligen politischen Bedeutungslosigkeit. Für das Christentum gab es aber ein Leben danach, oder besser gesagt ein Leben darüber, das in Teilen sogar wirkungsvoller und authentischer war als das Christentum vor der Säkularisierung (so nennt man diesen Prozess der Überwindung des Christentums durch die Moderne). Denn es ist dem Christentum nicht eigen, eine Machtstellung in der Welt inne zu haben. Im Gegenteil, es behindert sogar in vielen Fällen die konsequente Nachfolge des einzelnen Gläubigen, der sich in die Händel der Welt verstricken lässt. Das Christentum hat seine Stärke im Machtverzicht. Hier kann es seine Beharrlichkeit gegen allen Widerstand die Tugenden Jesu hochzuhalten beweisen und damit seine Botschaft der Einzigartigkeit des Christus und seines universellen Erlösungsanspruches glaubwürdiger machen.

Anders aber der Islam. Spät aber doch erreicht ihn der Liberalismus und versucht auch ihn in die Schranken zu weisen und aus dem politisch öffentlichen Leben zu verdrängen. Doch das kann der Islam nicht zulassen. Denn anders als im Christentum, ist die politische Manifestation des Islam in den von ihm beherrschten Ländern existentiell. Er muss und wird also das Feld nicht kampflos räumen. Er muss sich wehren, denn wenn er keinen öffentlichen Einfluss mehr hat, dann bleibt von dieser Gesetzesreligion nicht mehr viel übrig. Wer Gesetze hat, braucht ein Volk, das es erfüllt. Wir haben aber Christus und wenn ich der einzige wäre, der ihm nachfolgt, wäre es nicht sinnlos, das kann jeder echte Gläubige so von sich behaupten. Also kämpft der Islam einen Todeskampf gegen den Liberalismus. Die Tragik dabei ist, dass er ihn nach innen und nach außen führen muss. Denn die Spaltung im Islam in zwei Hauptrichtungen, den Schiiten und den Sunniten, muss nun ein für alle mal überwunden werden. Da jede Seite sich als rechtgläubig hält und die andere als abgefallen, muss nach Meinung vieler islamischer Gelehrter zuerst diese Schmach des Islam beseitigt werden, ehe er wirksam seine äußeren Feinde besiegen kann. Wie Jesus aber sagte, kann ein Haus das in sich uneins ist, nicht bestehen. Der Islam wird scheitern.

Der Krieg der unterschiedlichen moslemischen Länder und Enklaven gegeneinander wird in den nächsten Jahren derart eskalieren, dass es alles in den Schatten stellen wird, was der Islam jemals gegen seine äußeren Feinde an erbitterter Grausamkeit aufgeboten hat. Dies wird ihn aber in den Augen seiner Anhänger immer unglaubwürdiger machen und in seinen Fundamenten erschüttern. Was übrig bleiben wird ist ein sehr gemäßigter liberaler Islam, der sich ganz einer quietistischen Mystik bedient um seine Existenz noch zu rechtfertigen. Als solcher wird er wiederum gut in das Konzept einer vereinten Weltreligion passen, wie sie vom Liberalismus gefordert wird. Das liberale Christentum und der liberale Islam, vereint mit anderen Weltreligionen, werden dann gemeinsam versuchen, erneut eine Machtposition in einer dann inzwischen neuen Weltordnung zu erringen, was ihnen aber nur teilweise gelingen wird.

Der Liberalismus, der sich der schon längst nicht mehr auf den Atheismus gründet, sondern den Humanismus als philosophischen Unterbau für sich wiederentdeckt hat, wird sich zwar der Weltreligionen bedienen, wegen der Infrastrukturen, die diese vor allem im christlichen Bereich zur Durchsetzung einer neuen Weltordnung zu bieten hat, aber er wird andere gefährlichere Wege beschreiten und dann sein wahres Gesicht zeigen, nämlich dass er weit davon entfernt ist, Menschen und Völkern Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit zu bieten. /www.facebook.com/johann.schoor

Quelle

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